Auf unserer Homepage finden Sie Informationen zu Einzelbegleitungen, Elterntrauer, aktuelle Termine für die von uns angebotenen Trauerseminare und Informationen zum Trauercafé.
Beim Malteser Hilfsdienst Stadt und Kreis Offenbach e. V. ist das Angebot zur Trauerbegleitung seit Februar´2001 fest etabliert. Zu Beginn der Arbeit wurde das Trauercafe „Café Zuversicht“ eingerichtet. Mit diesem Angebot wurde für Trauernde ein Raum zur Begegnung und zum Austausch geschaffen.
Aus diesem ersten Schritt, trauernden Menschen zu begegnen, hat sich schnell ein qualifiziertes Angebot entwickelt. Heute ist die Trauerbegleitung ein fester Baustein im Malteser Hospiz- und Palliativberatungsdienst.
Die lebensnahe Begleitung und Beratung von trauernden Menschen ist für uns eine Unterstützung aus systemischer Sicht. Systemische Trauerbegleitung bedeutet den Menschen als komplexes System wahrzunehmen und seinen Trauerprozess ressourcenorientiert zu begleiten.
Unser Trauerberatungs/begleitungsangebot orientiert sich an der Wirklichkeit des Trauernden und seinem familiären System. Es unterstützt seine subjektive Empfindung und thematisiert neue Entwicklungswege, bis zu der Integration des Verlustes in den eigenen Lebensweg.
Für manche Menschen, besonders bei traumatischen Erlebnissen, ist es erst viele Jahren nach dem Tod eines Menschen möglich, sich ihren Gefühlen und Erinnerungen, die mit dem Verlust einhergegangen sind, zu zuwenden. Deshalb ist es für eine Trauerbegleitung unwichtig, ob der Tod eines vertrauten Menschen erst wenige Tage oder schon viele Jahre zurück liegt.
In der Trauerbegleitung unterscheiden wir u. a. zwischen erschwerter und traumatischer Trauer.
Verlusterlebnisse, z. B. plötzlicher Todesfall, Suizid, erfolglose Reanimation, Tod eines Kindes können Trauernde auf verschiedene Weisen überwältigen und traumatische Bilder hinterlassen. Da traumatische Reaktionen weder vom Willen noch von Einsicht oder dem Durchleben von Gefühlen beeinflusst werden können, sind wir mit den üblichen Methoden der Trauerbegleitung nicht in der Lage diesen Trauernden zu helfen.
So ist die Traumaexposition und Lösung eine wichtige Voraussetzung für die Integration der traumatischen Situation in den Lebenskontext. Erst dann ist eine Trauerbgleitung möglich.
Trauer ist eine normale und lebenserhaltende Reaktion auf den Tod eines vertrauten Menschen. Jeder Mensch trauert anders und es gibt viele unterschiedliche Aspekte in einem Trauerprozess. Die Heftigkeit der Gefühle und die vielen Veränderungen im Alltag werden oft als überwältigend empfunden. Familienangehörige und FreundInnen können damit überfordert sein und Trauernden nicht immer die Unterstützung geben, die sie erwarten und brauchen.
Eine zeitlich begrenzte Trauerbegleitung ist eine gute Möglichkeit, zusätzliche Unterstützung in Anspruch zu nehmen, sich zu entlasten und neue Perspektiven zu entwickeln.
Nach einem Erstgespräch entscheiden Trauernden ob eine Begleitung zu diesem Zeitpunkt für sie unterstützende ist. Danach werden individuelle Gesprächstermine vereinbart.
Trauer kann nach dem Verlust eines Kindes eine krisenhafte Situation für eine Paarbeziehung bedeuten. Hierbei können Lebensalter des Kindes und unterschiedliche Indikationen, die für den Tod des Kindes verantwortlich sind, den Prozessverlauf beeinflussen.
Im „Café Zuversicht“ treffen Sie Menschen, die Ihnen zuhören, die Ihnen zur Seite stehen und die Sie auf Ihrem Weg durch die Trauer ein paar Schritte begleiten.
Es bietet Ihnen ...
... die Möglichkeit zum Austausch, mit Menschen die ähnliche Erfahrungen gemacht haben.
... Raum, um soziale Kontakte zu knüpfen.
... ein Forum zur Reflexion.
Treffen: alle 2 Wochen donnerstags von 16:00 bis 18:00 Uhr
Genaue Termine entnehmen Sie bitte dem Kalender
Wenn wir wandern, bewegen und gehen wir mit dem ganzen Körper. Gleichzeitig kann sich auch im Geiste und in der Seele etwas bewegen. So wird durch äußeres Weitergehen, inneres Weitergehen eingeübt.
Das Weitergehen zu üben ist ein wichtiger Schritt im Trauerprozess. Es beinhaltet Loslassen von Vergangenem und Bereitschaft sich auf Neues einzulassen. Dem Loslassen stellen wir eine Erinnerungskultur gegenüber, in der wir unsere eigene Lebensgeschichte, unsere Glaubenssätze und Grundüberzeugungen neu formulieren.
Unterwegs sein werden wir auf einer Teilstrecke des ausgewiesenen Pilgerweges, dem Bonifatiusweg, welcher von Mainz nach Fulda führt. Unsere Ausgangs- und Übernachtungsstation ist das Benediktinerkloster „Engelthal“ in Altenstadt/Wetterau.
Während der Tagen im Kloster Engelthal haben wir neben dem Gehen in der Natur auch Zeiten für Gespräche, Entspannung und meditative Übungen.