Malteser
Stadt und Kreis Offenbach

Chronik der Malteser Obertshausen / Offenbach

1965

Der Malteser-Hilfsdienst in Obertshausen wird auf Initiative des damaligen katholischen Pfarrers Emil Neidig im Anschluss an einen Erste-Hilfe-Kurs gegründet. Nachdem sich die Mitglieder in einem Sanitätskurs weitergebildet haben, übernehmen sie Sanitätsdienste bei Veranstaltungen der örtlichen Vereine.

1969

Dem MHD wird der Erste Sanitätszug der Stadt Offenbach - damals noch Luftschutzhilfsdienst (LSHD) - übergeben. Erstes Fahrzeug für den Katastrophenschutz ist ein Ford FK 1000.

Ford FK 1000

1975

Der erste (u.a. durch Theateraufführungen und Maskenbälle finanzierte) VW-Bus-Krankentransportwagen wird in Dienst gestellt.

VW-Bus-Krankentransportwagen

1978

Vom Kreis Offenbach wird der MHD in den Katastrophenschutz des Landkreises als "Sanitätszug-Arzt" eingegliedert. Nach fünfmaligem Umzug im Stadtgebiet finden die Malteser dank der Stadt Obertshausen im Rathaus Beethovenstrasse ein langjähriges Domizil.

1979

Vom Bund erhält der Sanitätszug-Arzt einen Ford Transit 4-Tragen-Krankenkraftwagen für den Katastrophenschutz. Später folgen als Bundesfahrzeuge ein Mannschafts-Transportfahrzeug (1986) und zwei Arzttrupp-Kraftwagen (1984 und 1990).

1982

Der Dienstbetrieb in der Notarztzentrale in Obertshausen wird aufgenommen. Es wird mit dem Aufbau einer Jugendgruppe begonnen
Die Malteser Offenbach starten die örtliche Auslandsnothilfe. mehr

1984

Ein neuer Krankentransportwagen (VW-Bus mit Hochdach) wird beschafft. Er wird auch bei örtlichen Einsätzen von der Feuerwehr Obertshausen angefordert. Hierfür werden die Helfer mit Funkalarmempfängern ausgestattet.

VW-Bus mit Hochdach

1987

Die Malteser beginnen mit dem Aufbau des "Mobilen Sozialen Hilfsdienstes" (MSHD).

1989

Gemeinsam mit der Anfang der 80er Jahre gegründeten Malteser-Gliederung Stadt Offenbach vereinigt sich der MHD Obertshausen zum Malteser-Hilfsdienst in Stadt und Kreis Offenbach.

1990

Die Malteser in Obertshausen feiern Ihr 25-jähriges Jubiläum.

1991

Die hauptamtlichen Dienste - sie umfassen nunmehr Fahrdienste, hauswirtschaftliche Dienste und den Mahlzeitendienst - werden weiter ausgebaut. Hierzu werden mehrere PKW und Behindertentransportwagen in Dienst gestellt.

1993

Ein Rettungswagen vom Typ Daimler-Benz 510 ersetzt den VW-Bus-Krankenwagen. Der Hausnotruf-Dienst wird aufgenommen.

1994

Wegen der beengten Platzverhältnisse suchen die Malteser Lösungsmöglichkeiten und beginnen mit der Planung eines neuen Dienstgebäudes.

1995

Nach Abschluss eines Kooperationsvertrages arbeiten die Malteser mit dem Caritas-Kreisverband Offenbach im Bereich der sozialen Dienste zusammen.

1996

Die Malteser in Stadt und Kreis Offenbach besetzen im Rahmen des Auslandsrückholdienstes einen Kranken-Transportwagen. Dieser ist rund um die Uhr einsatzbereit.

1997

 

Mit dem Aufbau einer Hospizgruppe wird begonnen. In Klein-Auheim wird auf Initiative aus Obertshausen eine neue Ortsgliederung der Malteser gegründet. Bundesweit werden bei den Maltesern für die hauptamtlichen Dienste neue Organisationsstrukturen geschaffen, welche auch in unserer Gliederung umgesetzt werden.

1998

Im Frühjahr ist Baubeginn für die neue Dienststelle in der Bieberer Strasse. Fertigstellung und Einweihung ist im Oktober 1998. Das Grundstück wird uns von der Stadt Obertshausen in Erbpacht zur Verfügung gestellt. Da der Kostenrahmen auf maximal 1,4 Millionen DM begrenzt ist, werden von den ehrenamtlichen Mitgliedern etliche Arbeiten in Eigenleistung erbracht.

Danktafel

1999

Aufgrund der bundesweiten Neukonzeption des Katastrophenschutzes entfällt die bisher von den Maltesern getragene Bundeseinheit "Sanitätszug-Arzt". Gemeinsam mit der Johanniter-Unfallhilfe Rodgau stellen die Malteser künftig im Kreis Offenbach einen Sanitäts- und einen Betreuungszug des Landes Hessen. Im Rahmen der Neukonzeption werden den Maltesern die Einsatzfahrzeuge neu zugeordnet. Ein Mannschaftstransportfahrzeug und ein Arzttruppkraftwagen werden abgegeben, hinzu kommen vom Bund im Frühjahr ein gebrauchter 4-Tragen-Krankenkraftwagen und ein Feldkochherd. Im August wird den Maltesern ein neuer Betreuungslastkraftwagen des Bundes übergeben. Neu angeboten wird ab Dezember ein Medikamentennotdienst.

2000

Ab 01.07.2000 ist die Malteser-Rettungswache in Obertshausen rund um die Uhr mit einem Rettungswagen besetzt. Ein Förderkreis für den Hospizdienst wird gegründet.

2001

Der Malteser-Hospizdienst eröffnet das Cafe-Zuversicht, ein Treff für trauernde Menschen. 2755 Dienststunden leisten die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer während der sanitäts- und rettungsdienstlichen Betreuung des Hessentages in Dietzenbach.

2002

Der Malteser-Hospizdienst feiert sein 5-jähriges Bestehen. Anlässlich der Ortsversammlung wird ein rechtlich selbständiger Zweigverein gegründet.

2003

Der neugeründete Zweigverein wird beim Amtsgericht eingtragen und nimmt nach der Anerkennung der Gemeinnützigkeit zum 01.01.2003 seine Geschäftstätigkeit auf. Im Bereich Medizinischer Transportservice wird mit dem Arbeiter-Samariter-Bund Offenbach und mit der Johanniter Unfallhilfe Kreis Offenbach kooperiert. Zwei neue Spezialfahrzeuge werden hierzu in Dienst gestellt. Ein Kriseninterventionsdienst wird gegründet.

2004

Die Hospizgemeinschaft Mühlheim schließt sich dem Hospizdienst der Malteser in Stadt und Kreis Offenbach an. Ein neuer Geräteanhänger Verpflegung wird in Dienst gestellt. Anläßlich der Tsunami-Katastrophe fliegen am Jahresende 3 Helfer des Kriseninterventionsdienstes im Auftrag des Generalsekretatiates der Malteser nach Thailand.

2005

40 Jahre nach Gründung der Ortsgliederung haben die Malteser in Stadt und Kreis Offenbach mehr als 80 aktive Helferinnen und Helfer und rund 40 Angehörige in den örtlichen Jugendgruppen. Jedes Jahr werden von den aktiven Mitgliedern rund 14.000 unentgeltliche Dienststunden im Bereich des ärztlichen Notdienstes, bei Sanitätsdiensten, in der Jugendarbeit, im Hospizdienst, in der Auslandsnothilfe, im Rettungsdienst sowie im Katastrophenschutz und in der Notfallvorsorge erbracht. Mehrere hundert Personen werden von uns jährlich in Erster Hilfe, für Notfälle im Kindesalter, als Betriebshelfer und in der Pflege ausgebildet. Unsere hauptamtlichen Dienste betreuen mehr als 500 Menschen, sichern Kranken, Älteren und Behinderten mit Spezialfahrzeugen die Mobilität und liefern an sieben Tagen in der Woche heiße Mahlzeiten aus.